
Gestern hatten wir eine Probe für ein Konzert im November. Diesmal spielen wir die Sonate von Akira Tanba. Sein Cousin ist der
bekannte japanische Schauspieler Tetsurou. A. Tanba lebt schon lange in Frankreich. Ich sehe eine gewisse Ähnlichkeit zwischen Tanba und Dutellex. Meine Klavierbegleiterin findet wäre Alban Berg
ähnlich. A. Tanba hat diese Sonate für einen japanischen Flötisten geschrieben. Er heißt Hirohiko Kato. Ich habe ihn nicht live erlebt, aber seine Live-Aufnahme in Paris gehört. Sein Flötenspiel
reicht sehr tief in mein Herz hinein. Die Musik kommt aufrichtig aus seinem energischen Herzen, und wenn ich sie höre, steckt seine Begeisterung mich an. Sie zeigt und gibt den Menschen etwas,
was diese für ihr eigenes Leben brauchen, Kraft für die nächsten Tage. Nur sehr selten hat eine Aufnahme mich so tief berührt wie seine. Er hat bei J.P. Rampal studiert und ist mit nur 26 Jahren
gestorben. Rampal hat auch über das Spiel und den Tod von Hirohiko Kato tief bewegendes geschrieben. H.Kato hat sehr viele Briefe an seine Mutter geschrieben, diese sind als Tagebuch erschienen.
Schon als Kind habe ich dieses Tagebuch oft gelesen. Sein Leben war kurz, dennoch hat viel erlebt. Ich hatte das Gefühl in der Aufnahme seines Konzertes in Paris steckten seine Gedanken oder sein
Leben. A. Tanba hat für einen solch einen tollen Flötisten die Sonate geschrieben, aber leider wird sie nicht so oft gespielt. Als die Sonate komponiert wurde, war ihre Atmosphäre wie die in einem alten französichen Film. Es existiert ein Foto von H. Kato, darauf lächelt er leicht.Die Sonate hat
insgesamt eine sehr dunkle und traurige Atmosphäre, und mich beschäftigt immer noch die Frage was Herr Tanba mit ihr ausdrücken wollte.